16. November 2020 Neunkirchen. Knapp drei Jahre ist es her, dass Klimaschutzmanagerin Lilly Metzker dem Kreistag das Klimaschutzteilkonzept vorstellte. Im Dezember läuft die Förderung ihrer Stelle aus. Womit es an der Zeit ist zu fragen: „Was hat es gebracht?“. Die Antworten darauf gab die Energiemanagerin bei der Novembersitzung des Kreistags in der Gebläsehalle Neunkirchen.

Um dem national gesteckten Ziel, bis 2050 weitgehend klimaneutral zu werden, näher zu kommen, galt es an drei Schrauben zu drehen: Verwaltung, Gebäude und Nutzer. Wobei es sich dabei in der Mehrzahl nicht um zeitlich befristete Projekte handelt, sondern um fortlaufende Prozesse. So werden die rund 30 eigenen Liegenschaften des Landkreises fortlaufend energetisch optimiert. Als jüngste Beispiele nannte Lilly Metzker den sechsten Bauabschnitt an der Gemeinschaftsschule Illingen mit der Fassadensanierung und die Gemeinschaftsschule Spiesen-Elversberg, wo man 2019 das gesamte Erdgeschoss unter energetischem Gesichtspunkt optimiert hatte. „Dort ist inzwischen der zweite Bauabschnitt fast fertig.“

Als sehr hilfreich erweist sich dabei „Communal FM“. In diese neu angeschaffte, speziell auf die Verwaltung kommunaler Immobilien zugeschnittene Software, wurden alle Gebäude relevanten Daten eingespeist. „Inzwischen arbeiten wir täglich damit. Es macht alles wesentlich einfacher“, freut sich Lilly Metzker.

Parallel dazu liefen mit der Klimaschutzkonferenz und der Rohstoffexpedition verschiedene Bildungsmodule an den Schulen. Gut an kamen auch sowohl der Klimaschutzwettbewerb der Schulen im Landkreis als auch die Auszeichnung „Global nachhaltige Kommune“. Dass der Klimaschutz deutlich Fahrt aufgenommen hat, belegen die Zahlen, die Lilly Metzker vorlegte: Beim Strom konnten von 2002 bis 2017 in den vom Landkreis getragenen Schulen elf Prozent, in den Dienstgebäuden sogar zwölf Prozent eingespart werden. „Von 2017 bis 2019 waren es nochmal acht beziehungsweise fünf Prozent.“ Eine ähnliche Erfolgsbilanz lässt sich für den Wärmebedarf ziehen: Während in den 15 Jahren bis 2017 an den Schulen 18 Prozent und in Dienstgebäuden neun Prozent weniger geheizt werden musste, sank der Wärmebedarf in den letzten zwei Jahren noch einmal um 16 und um 7 Prozent. „Extrem Schwung bekommen“ hat das Interkommunale Energieeffizienz- und Klimaschutznetzwerk, das in jedem Fall zustande kommen wird. In ihrem Ausblick kündigte Lilly Metzker zudem einen Neubetrachtung der Photovoltaik-Standorte an und die Optimierung des Fuhrparks mit Elektrofahrzeugen. Am Technisch-gewerblichen Berufsbildungszentrum Neunkirchen soll die erste Pelletheizung installiert werden. Außerdem ist in Kooperation mit der Kreisvolkshochschule geplant, Bürgern mittels Exkursionen Einblick in die Arbeit regionaler Landwirte zu ermöglichen.

© Saarbrücker Zeitung, Montag, 16.11.2020

 

Communal-FM GmbH
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